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Das Jahr 2025 war das Jahr der Quantenwissenschaft und Quantentechnologie, in dem das 100-jährige Jubiläum der Quantenphysik gefeiert wurde.

Passend dazu brach das Leistungsfach Physik der Q13 des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums (Lohr) unter der Leitung von Herrn Keßelring zu einer zweitägigen Exkursion nach München auf. Im Rahmen dieser Fahrt sollten die Schüler interessante neue Einblicke in die Quantenphysik und ihre vielseitigen Forschungsfelder gewinnen, sowie viele schöne Erinnerungen mit ihren Mitschülern sammeln.

Den ersten Tag verbrachte die Gruppe auf dem Campus der TU München in Garching. Erste Station war die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II), wo sie erfuhr, wie Neutronen aus Kernspaltung zur zerstörungsfreien Untersuchung von Materialien genutzt werden. So können Neutronen beispielsweise Auskunft über das Innere von Dinosaurierei-Fossilien geben, ohne diese zu beschädigen. Eine große permanente Nebelkammer zog die Schüler in ihren Bann, wie natürliche radioaktive Strahlung auf dem Weg durch die Kammer die typischen Nebel-Spuren hinterließ.

Anschließend führte der Kurs im „PhotonLab“ des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik eigene Experimente durch, darunter den Quantenradierer sowie einfache Anwendungen der Quantenkryptographie. Diese verdeutlichten die einzigartigen Eigenschaften eines Quantenobjekts, das sich je nachdem, ob Informationen über seine Position vorliegen, wie eine Welle oder wie ein Teilchen verhält. Deshalb kann die Quantenphysik beispielsweise für abhörsichere, verschlüsselte Kommunikation genutzt werden.

Am Abend besuchte die Gruppe noch die Europäische Südsternwarte (ESO), die mit einer großen Ausstellung und einer beeindruckenden Planetariumsshow die Schönheit und Komplexität unseres Universums präsentierte.

Gemütlich ließ man den Tag schließlich bei einem gemeinsamen Pizzaessen ausklingen.

Am zweiten Tag nahm der Kurs am „Tag der Quantenphysik“ der LMU München teil. Dort wurde eine Vielzahl von Vorträgen zu zukunftsweisenden Forschungsfeldern wie Quantencomputern, Quantensimulationen und der Bedeutung der Quantenphysik für die Astronomie angeboten. Ein besonderes Highlight war der Vortrag „Quantenphysik im Universum“ von Professor Dr. Harald Lesch, einem bekannten Astrophysiker und Wissenschaftsjournalisten. Außerdem nahmen die Schüler an einer Laborführung durch ein Quantensensorik-Labor teil. Dabei erklärten die Forschenden, wie an der LMU an Supraleitern – elektrischen Leitern, die bei sehr niedrigen Temperaturen nahezu keinen Widerstand besitzen – geforscht wird und wie der Quantentunneleffekt zur Materialuntersuchung genutzt werden kann. Zwischen den Vorträgen konnten sich die Schüler an verschiedenen Ständen im Lichthof der Universität zu Themen wie Elementarteilchenphysik, Festkörpertheorie und Quantenmaterialien informieren. Die Gespräche mit Forschenden und Studierenden der LMU München boten Raum für weitere Fragen rund um die Quantenphysik. Den Abschluss des Tags der Quantenphysik bildete der Vortrag „Die kältesten Rechner der Welt“ von Prof. Dr. Immanuel Bloch.

Mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Erkenntnissen und einem tieferen Verständnis für die Welt der Quantenphysik kehrte der Physik-Leistungskurs am Samstagabend mit dem Zug nach Lohr zurück.

Anka Fahrbach, Q13



Advent heißt Warten

Nein, die Wahrheit ist

Dass der Advent nur laut und schrill ist

Ich glaube nicht

Dass ich in diesen Wochen zur Ruhe komme

Dass ich den Weg nach innen finde

Dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt

Es ist doch so

Dass die Zeit rast…

Dieser Text von Iris Macke zeigt ganz passend die Situation, in der wir uns jährlich in der Vorweihnachtszeit befinden. Und auch der schulische Alltag lässt gerade vor Weihnachten wenig Zeit für eine Einstimmung auf das christliche Fest. Das gilt für Lehrpersonen wie auch für die Schülerinnen und Schüler. Liest man den Text allerdings von hinten nach vorne, so ergibt sich ein „Perspektivenwechsel“. Diesen wollten die Fachschaften Musik und Religion mit den Adventsandachten in der Aula den teilnehmenden Klassen der Unter-, Mittel- und Oberstufe ermöglichen.

Drei Personen standen dieses Mal im Mittelpunkt der meditativen Texte: Lucia, Barbara und Josef. Alle drei können in verschiedener Hinsicht Vorbild sein für uns – im „Leuchten“, „Hoffen“ und „Bleiben“. Durch Bildkarten und Musikstücke, vorgetragen von den Kindern der 5. Klassen, wurden die Gedanken passend untermalt, sodass in der durch Schulaufgaben belasteten Zeit etwas adventliche Stimmung einkehren konnte.

Andrea Pöschl

 

Kurz vor Weihnachten 2025 stand für die Tischtennis Schulmannschaft Jungen II die unterfränkische Meisterschaft in Bad Königshofen an. Nach dem souveränen Sieg beim vorangegangenen Regionalentscheid in Würzburg waren die sechs Jungs topmotiviert die Reise in die Rhön angetreten, um sich mit den Teams der anderen Regionen zu messen.

Wie immer bei Schulwettkämpfen stand dabei vor allem der Teamgeist, die Fairness und der Spaß am Sport im Vordergrund. In der Shakehands Arena, in welcher am Wochenende Spiele der 1. Bundesliga stattfinden, traf die Mannschaft dann auf starke Gegner. Das Niveau des Turniers war unglaublich hoch, es gab viele spektakuläre Ballwechsel zu bestaunen und die Tribünen waren phasenweise gut gefüllt. In einigen Matches konnte erst ein hart umkämpfter fünfter Satz eine Entscheidung bringen.

Insgesamt schlug sich das Team aus Lohr tapfer und kann stolz sein, im Schuljahr 2025/26 als drittbeste Mannschaft in ganz Unterfranken abgeschnitten zu haben. 

Dank der tollen Trainingsbeteiligung – auch im Wahlkurs – sind Woche für Woche Fortschritte im Spiel sichtbar und der Trend zeigt klar nach oben, weshalb wir uns freuen, auch im kommenden Schuljahr wieder im Tischtennisturnier anzugreifen.

stehend von links: Karin Kemmer-Frank, Lillith Hofstötter, Lena Hofmann, Leni Heidenfelder, Svenja Scholz
sitzend von links: Marie Glaab, Ndapewa Günther



Sichtbare Lesefreude beim Schulentscheid

Ndapewa Günther wurde zur besten Vorleserin am Gymnasium in Lohr am Main gewählt. Die Sechstklässlerin setzte sich im Vorlesewettbewerb am 5. Dezember 2025 gegen drei Mitschülerinnen durch. Jungen waren in der Finalistengruppe zwar leider keine vertreten, aber bei Erkrankung hätten sie als Nachrücker gut einspringen können.

Mit Engagement und Lesefreude waren die Schülerinnen der Klassen 6a und 6b am Start und stellten Passagen aus ihren Lieblingsbüchern vor. Vor allem spannende, aber auch lustige Textseiten wurden von den Kindern der Unterstufe gewählt. Die vorgelesenen Szenen stammten zum Beispiel aus der Kinder- und Jugendbuchreihe „Woodwalkers“ oder dem beliebten Kinderbuch „Ein Mädchen namens Willow“ von Sabine Bohlmann. Ein Mädchen las eine Textstelle aus „Die Schule der magischen Tiere – Das Buch zum Film“, während sich eine andere Teilnehmerin vom Bücherregal ihres Bruders inspirieren ließ und eine Stelle aus dem mittlerweile schon zum Klassiker avancierten Comicroman „Greg’s Tagebuch“ von Jeff Kinney zum Besten gab.

Neben diesen vorbereiteten Textzeilen mussten die Mädchen auch beim Vorlesen eines unbekannten Textes bestehen. Hierfür hatten die Lehrkräfte das Jugendbuch „Immer kommt mir das Leben dazwischen“ ausgesucht. Darin geht es um Karl, der – seit ihm im Traum sein toter Opa erschienen ist – unbedingt Youtube-Star werden will. Aber immer kommt ihm etwas dazwischen: Seine Oma will in eine Hippie-WG ziehen und seine Cousins lüften ein Familiengeheimnis. Kathrin Schrocke ist 2024 für ihren Jugendroman „Weiße Tränen“ mit dem Lohrer Lesepreis im Rahmen des Lohrer Literaturfestivals ausgezeichnet worden. Sie beschreibt diese Geschichte von Karl mit Humor und Herz, sodass man als Leser gleichzeitig lachen muss, aber auch traurig sein kann.

Ndapewa Günther aus Klasse 6b konnte diese Mischung der Gefühle am besten von allen vier Leserinnen in den ihr unbekannten Text legen und deshalb die Jury mit ihrer Vorleseleistung überzeugen. Sie wird im Februar ihre Schule auf Kreisebene vertreten. Auf dem zweiten Platz landete Marie Glaab, Klasse 6a. Die beiden anderen Kandidatinnen lagen in ihren guten Leistungen so nah beieinander, dass es der Jury – bestehend aus Lillith Hofstötter, Schülerin der 8. Klasse und Gewinnerin des Kreisentscheids von 2023, sowie Studiendirektorin Karin Kemmer-Frank sowie Verwaltungsfachkraft Svenja Scholz – schwer fiel, hier weitere Abstufungen vorzunehmen.

Alle klassen- und schulbesten Vorleserinnen wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet. Zusätzlich erhielten sie als Dankeschön für ihr Engagement und den Mut, vor Klassenkameraden aufzutreten, etwas Süßes und Buchgeschenke bzw. Kalender. Diese waren zum Teil von der Buchhandlung Schöningh gespendet worden.

Bundesweit nehmen jährlich rund 600.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassenstufe am Vorlesewettbewerb teil. Er ist einer der größten und traditionsreichsten Schülerwettbewerbe Deutschlands und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Die Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank fördert die Entscheide auf der regionalen Ebene.

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