Nägelseestraße 8, 97816 Lohr am Main 09352 500 4220 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Mo-Do: 8-15 Uhr, Fr: 8-13 Uhr

Am 16. Juli unternahmen die Klassen 8b und 8c gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Dr. Frank, Frau Goldbach, Frau Keßelring und Frau Zaiser einen Tagesausflug nach Rothenburg ob der Tauber. Mit dem Bus ging es in die malerische mittelalterliche Stadt, die zunächst auf eigene Faust erkundet werden konnte. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die freie Zeit, um durch die wunderschöne Altstadt mit ihren historischen Fachwerkhäusern und verwinkelten Gassen zu schlendern oder den Schlosspark zu besuchen und die besondere Atmosphäre zu genießen.

Anschließend stand der Besuch des RothenburgMuseums auf dem Programm. Bei einer spannenden Führung erhielten die Klassen interessante Einblicke in das klösterliche Leben im Mittelalter. Ein besonderes Highlight war, dass die Schülerinnen und Schüler sogar ein Schwert aus dem 13. Jahrhundert, wie es einst von Tempelrittern verwendet wurde, in die Hand nehmen durften. Der Ausflug nach Rotheburg wird sicher allen lange in Erinnerung bleiben.

Im Rahmen des Religions- bzw. Ethikunterrichts beschäftigen wir uns gemäß Lehrplan der 7. Jahrgangsstufe mit dem Islam. Der Islam gehört neben dem Judentum und dem Christentum zu den monotheistischen Religionen, die der Glaube an einen Gott kennzeichnet. Als abrahamitische Religionen werden diese bezeichnet, da sie sich nach der Bibel bzw. der Tora auf Abraham, den Stammvater der Israeliten, oder auf den im Koran genannten Ibrahim und den von ihm angebeteten Gott berufen. Der Islam ist eine der mitgliederstärksten Weltreligionen.

Dank der Einladung des Türkisch-Islamischen-Kulturvereins Lohr konnten wir unseren Schülerinnen und Schülern wieder einen Unterrichtsgang zur Moschee in Lohr anbieten. Diese Exkursion der Fachschaften Religion und Ethik soll Berührungsängste abbauen und den Jugendlichen die Möglichkeit geben, neue Erfahrungen zu sammeln. Wir wurden wie immer sehr herzlich empfangen und konnten uns vor Ort mit orientalischem Gebäck stärken und erfrischen. Emre Oymak informierte sehr versiert, informativ und humorvoll über Bräuche, Traditionen und religiöse Grundlagen dieser Glaubensrichtung. So konnten die Schüler das zuvor im Unterricht gelernte Wissen prüfen, ihre Kenntnisse erweitern und noch offene Fragen klären. Vielen Dank für die Gastfreundschaft.

Am Ende des Schuljahres 2025/26 wurden 17 Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums für ihr ehrenamtliches Engagement im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Schuljahres (FSSJ) ausgezeichnet. Gemeinsam mit weiteren engagierten Schülerinnen und Schülern anderer Lohrer Schulen erhielten sie im Medienatelier des Schulzentrums Nägelsee ihre EMiL-Urkunden. Voraussetzung für die Teilnahme an der Ehrung waren mindestens 60 geleistete Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit.

Überreicht wurden die Urkunden von Landrat Christoph Vogel und dem Lohrer Bürgermeister Dirk Rieb. Beide betonten den hohen Stellenwert des Ehrenamtes für unsere Gesellschaft und würdigten den Einsatz der Jugendlichen. Auch Susanne Reuber von der Freiwilligenagentur EMiL freute sich über die große Beteiligung. Die Schülerinnen und Schüler hätten mit ihrem Engagement dazu beigetragen, das Leben anderer Menschen ein Stück schöner und besser zu machen.

Ihr Einsatz war dabei vielfältig: Ob in Kindergärten, Grundschulen, Sportvereinen oder anderen Einrichtungen – die Jugendlichen übernahmen Verantwortung, halfen tatkräftig mit und sammelten dabei wertvolle Erfahrungen. Insgesamt kamen so mehr als 1000 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit zusammen.Für einen besonderen musikalischen Rahmen unserer kleinen Feier sorgte Janus Heilgenthal, der die Veranstaltung mit seiner Gitarre begleitete.

Ein herzliches Dankeschön an alle Schülerinnen und Schüler für ihren großartigen Einsatz und herzlichen Glückwunsch zu dieser verdienten Anerkennung!

https://www.main-spessart.de/aktuelles/pressemitteilungen/11213.Freiwilliges-Soziales-Schuljahr-in-Main-Spessart-156-Jugendliche-engagieren-sich-fuer-die-Gemeinschaft.html

Am letzten Mittwoch vor den Sommerferien fand am FLvEG das diesjährige Sommerfest statt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen ließen sich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Familien und Gäste die Freude am gemeinsamen Feiern nicht nehmen.

Nach der Eröffnung starteten die von der SMV und vielen weiteren engagierten Schülern geplanten Aktionen der Klassen in der Sporthalle, der Aula, dem Schulhaus, auf dem Pausenhof und unter den schattigen Bäumen auf der Wiese nahe des Gymnasiums. Passend zum diesjährigen Schwerpunkt „Sport und Fairness“ konnten die Besucherinnen und Besucher zahlreiche Mitmachangebote ausprobieren. Überall herrschte eine fröhliche und aktive Atmosphäre – die sommerliche Hitze tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

Auch abseits des Sportprogramms gab es viel zu entdecken und zu erleben: Der Basar lud zum Stöbern ein, die Mocktailoase, Kaffee und Kuchen des Elternbeirats sowie Getränke und herzhafte Speisen sorgten dafür, dass auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam.

Den stimmungsvollen Abschluss bildete das „Musikalische Best of 26“ in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula. Die abwechslungsreichen Beiträge sorgten noch einmal für besondere Momente und rundeten einen gelungenen Festtag ab.

Zahlreiche Gespräche, Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse machten einmal mehr deutlich, wie wertvoll solche Gelegenheiten für die Schulgemeinschaft sind. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Helferinnen und Helfern sowie allen Beteiligten, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen des Sommerfestes beigetragen haben.

Es ist soweit: Ready for takeoff! Mit der vierten Stratosphärenmission „Erthal 4“ hat eine größere Gruppe aus Schülerinnen und Schülern der achten bis elften Jahrgangsstufe am Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium erneut bewiesen, wie viel Forschergeist in einem Schulhof stecken kann. Möglich wurde die Mission dank finanzieller Unterstützung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) mit der Wilhelm und Else-Heraeus-Stiftung – und das sah man: Neues Equipment, darunter erstmals eine 360°-Kamera, ging mit an Bord.

Im Vorfeld wurde in Teams getüftelt, erdacht, verworfen und verfeinert. Kleine, kluge Experimente sollten in großer Höhe zeigen, was Physik praktisch bedeutet. So wurde etwa getestet, wie ein Schaumkopf sich unter dem geringen Luftdruck in der Stratosphäre ausdehnt – wie ein Hütchen hob er die Deckschicht. UV-Perlen dienten als Farbwächter der Sonne: Je größer die Flughöhe und damit höher die UV-Strahlung, desto intensiver der Farbwechsel. Zusätzlich war ein selbst gebauter Detektor für Myonen an Bord. Myonen sind Elementarteilchen, die entstehen, wenn kosmische Strahlung auf die Atmosphäre der Erde trifft. Der Detektor sollte nachweisen, wie sich die Anzahl der Myonen mit zunehmender Höhe verändert. Alles wurde vorab in der Schule erprobt, dokumentiert und startklar gemacht.

Doch wie so oft bei Ballonstarts diktierte das Wetter den Takt. Der Abflug musste kurzfristig auf den nächsten Tag verschoben werden. Dann aber: strahlender Himmel, gespannte Gesichter. Auf dem Schulhof blähten die Schülerinnen und Schüler den heliumgefüllten Ballon mit Ballongas auf. An einem langen Seil hing die Sonde mit Fallschirm und Experimenten – Schaumkopf, bunte UV-Perlen, Nudeln im Wasser, Sensoren, Kameras. Der Countdown der Schülerschaft hallte über den Hof – Und ab geht die Post!

Der Ballon gewann rasant an Höhe. Noch nach rund 20 Minuten war er in etwa fünf Kilometern Höhe als winziger Punkt zu erkennen. Die Prognose versprach eine Flugdauer von rund drei Stunden, das Zielgebiet: der Raum Miltenberg. Das Bergungsteam, bestehend aus Schülern, Lehrern und Hausmeister, machte sich deshalb dorthin auf den Weg, um rechtzeitig im Landegebiet zu sein. Doch Stratosphärenflüge schreiben ihre eigenen Drehbücher: Erste Funksignale kamen – überraschend – nicht aus der Region Miltenberg, sondern aus 70 Kilometern Entfernung, direkt aus dem Odenwald. In der großen Höhe blies ein viel stärkerer Wind als vorhergesagt, der Ballon legte einen Zickzackkurs hin und verschob seine Route.

Die Spannung stieg: Waldgebiet, Feld, Fluss oder Stadt – wo würde „Erthal 4“ landen? Schließlich die erlösende Meldung: Signale aus der Nähe von Reichelsheim, offenbar von einem Feld. Die Bergungsteams peilten die Position an und fanden sich kurze Zeit später inmitten eines Maisfelds wieder, in dem – fast wie eine Markierung – ein einzelner Baum stand. Nahe diesem Baum, im hohen Mais verborgen, entdeckten die Schülerinnen und Schüler die Sonde. Glückliche Finder, erleichterte Gesichter, und sofort der Blick auf die Unversehrtheit der wertvollen Nutzlast.

Zurück an der Schule begann die Auswertung: Datenkurven, Temperatur- und Druckverläufe, GPS-Spuren – alles sprach für einen erfolgreichen Flug. Die Experimente lieferten anschauliche Ergebnisse: Die UV-Perlen dokumentierten deutlich die steigende UV-Intensität mit der Höhe, und der Schaumkopf demonstrierte die Wirkung des sinkenden Luftdrucks eindrucksvoll, indem er sich aufblähte und seine Abdeckung anhob. Nicht alles verlief ohne Überraschungen: Die 360°-Kamera – eigentlich als Highlight gedacht – schaltete sich in einer Höhe von etwa 32 Kilometern und einer Außentemperatur von rund -51 °C wegen Überhitzung ab. In der extrem dünnen Luft kann Wärme kaum über Konvektion abgeführt werden, und ohne Sonnenschutz führte die starke Einstrahlung zur thermischen Abschaltung. Zum Glück hielt eine zweite Kamera durch und zeichnete die Experimente sowie die Landung zuverlässig auf. Aber auch die Datensammlung des Myonendetektors und Datenloggers waren leider lückenhaft.

„Erthal 4“ knüpfte damit nahtlos an die Erfahrungen der vorherigen Flüge an – „Erthal 3“ hatte bereits gezeigt, wie anspruchsvoll Vorhersage, Startfenster und Bergung sind. Auch diesmal zahlte sich akribische Vorbereitung aus: klare Rollen, sichere Checklisten, Fokus auf Luftraumsicherheit und eine robuste Sondenkonstruktion mit Fallschirm. Die Live-Telemetrie half, den unerwarteten Kurswechsel rechtzeitig zu erkennen und die Bergungsteams umzudirigieren.

Am Ende kehrte die Gruppe mit viel Filmmaterial, Messdaten und stolzer Miene zurück an die Schule. In den Köpfen kreisten schon die nächsten Ideen: ein besserer Sonnenschutz für die 360°-Kamera, optimierte Wärmemanagement-Lösungen für Elektronik in großer Höhe, vielleicht zusätzliche Sensoren für Wind- und Strahlungsmessung. Mit den gewonnenen Erkenntnissen und einigen gezielten Optimierungen scheint eines sicher: Nach „Erthal 4“ ist vor „Erthal 5“.

Filme unter:

https://www.youtube.com/watch?v=zqrUxqg3e8o

https://www.youtube.com/watch?v=eC_Qx6jQkjE

 

Thomas Keßelring

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