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Astroteilchen-Masterclass am Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium

Am 4. Juli führte das Netzwerk Teilchen-Physik mit der elften Jahrgangsstufe des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums eine Astroteilchen-Masterclass durch. Vier Teilchenphysiker der Universität Würzburg reisten, ausgestattet mit reichlich Experimentier-Materialien, an und boten den Schülerinnen und Schülern ein abwechslungsreiches und spannendes Programm.

Der Start erfolgte im Demo-Saal des Gymnasiums, der problemlos Platz für die ganze Jahrgangsstufe bietet. Zum Einstieg bot der Referent Burkhard Böhm einen Einblick in die Welt der Elementarteilchen. Neben der Erläuterung der unterschiedlichen Teilchenfamilien stellte das Physiker-Team faszinierende Experimente vor: Das Fermi-Gamma-Strahlung-Weltraum-Teleskop (https://fermi.gsfc.nasa.gov), das Magic-Gamma-Strahlung-Teleskop auf La Palma (https://www.mpp.mpg.de/forschung/magic) und den Ice-Cube am Südpol zur Detektion von Neutrinos (https://icecube.wisc.edu).

Die zwei anschließenden Experimentierphasen erfolgten in kleineren Gruppen.

Um die grundsätzliche Vorgehensweise der Gamma-Strahlen-Detektion beim Fermi-Teleskop zu verstehen, arbeiteten die Schülerinnen und Schülern mit zwei übereinanderliegenden Szintillationszählern. Allerdings wurden statt einfallenden Gammastrahlung kosmische Myonen registriert. Durch das Verändern des Neigungswinkels der plattenförmigen Zähler, erforschten sie, unter welchen Winkeln Myonen auf der Erde eintreffen.

Eine weitere Gruppe wertete reale Messdaten des Pierre-Auger-Observatoriums (https://www.auger.org/observatory/observatory) aus und rekonstruierte mit einem Holzspieß-Styropor-Modell die Einfallsfront der ankommenden Teilchen und konnte auf diese Weise die Richtung rekonstruieren, aus der der Teilchenschauer auf die mit hochreinem Wasser gefüllten Tscherenkow-Tanks hereingeprasselt war.

Die größte Faszination rief die mit einfachen Mitteln hergestellte Do-It-Yourself-Nebelkammer hervor. In einem durchsichtigen Plastikgefäß wurde mit Hilfe von Industrie-Alkohol eine übersättigte Atmosphäre erzeugt, so dass sich auf einer durch Trockeneis gekühlten Metallplatte Nebelschwaden bildeten. In diesen konnten die Schülerinnen und Schüler Kondensationsstreifen beobachten, die durch die Kammer fliegenden Elementarteilchen hervorgerufen werden. Die Schüler konnten unter anderem Myonen und Alphateilchen auf diese Weise nachweisen.

Der Veranstaltungsabschluss verlief wieder in der großen Gruppe. Die Sicherung des Lernerfolgs erfolgte durch ein Quiz, wobei die vier erfolgreichsten Personen jeweils einen Preis erhielten.

Der Dank für diese gelungene Veranstaltung gilt dem Team vom Netzwerk-Teilchenwelt der Universität Würzburg. Das Trockeneis stellte die Firma Eisschmitt-Luftkanalreinigung aus Rottendorf zur Verfügung.

❤️ willkommen am Gymnasium Lohr!

 

Im September fand für unsere neuen Schülerinnen und Schüler der fünften Jahrgangsstufe der zweite Willkommenstag statt. Unterstützt von der Kommunalen Jugendarbeit Main-Spessart wurden Spiele durchgeführt, die ein erstes Kennenlernen ermöglichen und so die neue  Klassengemeinschaft stärken sollten.

Anschließend wurden mit den  Kindern in mehreren Schritten gemeinsame Regeln für den Umgang in der Klasse erarbeitet.

In der zweiten Pause trafen sich beide Klassen in der Mensa. Es gab leckere Pizza und für jeden ein Getränk. Danke an den Verein der Freunde des Gymnasiums für die Einladung!

Im letzten Teil des Projekts gingen die Schülerinnen und Schülern für den erlebnispädagogischen Teil des Willkommenstages in die Turnhalle. Dort hatte die Klasse bei gemeinsam zu lösenden Herausforderungen und Spielen die Möglichkeit, ihre Teamfähigkeit und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft unter Beweis zu stellen, zu üben und zu festigen.

Herzlichen Dank an die Teamer und Teamerinnen des Landratsamts für ihre Unterstützung und einen spannenden und gewinnbringenden Schultag!

 

Auch in diesem Jahr feierte das Gymnasium zum Abschluss des Schuljahres bei sonnigem Wetter ein Sommerfest – passend zu uns als Klimaschule unter dem Motto „Reisen mit kleinem ökologischem Fußabdruck“, das sich die SMV überlegt hatte. Die Jahrgangsstufen 7 bis 10 stellten den Besuchern in den Unterrichtsräumen – als Anregung für spontane Unternehmungen in den Sommerferien – attraktive Reiseziele vor und informierten in diesem Zusammenhang auch darüber, wie diese möglichst umweltschonend zu erreichen sind. Die Schüler der 5. Klassen organisierten mit Hilfe einiger Lehrer den Schulbasar und die 6. Klassen boten Gebasteltes oder hatten Ratespiele zusammengestellt, um kleine Spenden zu erhalten. Die hierbei erwirtschafteten Einnahmen wurden für einen guten Zweck gespendet. Darüber hinaus wurde ein Stratosphärenballon auf die Reise geschickt. Eine Aktion des Fair-Trade AKs, leckeres Essen und Trinken sowie Gute-Laune-Musik des Chors und der Big-Band durften natürlich auch nicht fehlen und rundeten das schöne Ereignis ab.

P-Seminar Psychologie: Gemeinsam gegen Cybermobbing!

Das aktuelle Projekt-Seminar der 11. Jahrgangsstufe im Fach Psychologie am Gymnasium Lohr am Main hat sich diesem Ziel verschrieben. Geleitet wird es von Schulpsychologe Christian Förtsch. In der ersten Phase des Seminars setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Psychologie als Studiengang und Berufsfeld sowie mit psychischen Erkrankungen und deren Prävention auseinander. In der zweiten Phase entwickelten sie einen Workshop für die Schulgemeinschaft des Gymnasiums.

Nach intensiven Diskussionen über verschiedene Projekte im Bereich der Gesundheitsprävention entschieden sich die Schülerinnen und Schüler schließlich, einen Workshop zur Prävention von Cybermobbing für die 7. Klassen durchzuführen. Da soziale Medien im Alltag von Kindern und Jugendlichen eine immer größere Rolle spielen, entschlossen sich die Schülerinnen und Schüler, das Präventionsprogramm „Bloßgestellt im Netz!“ der Aktion Jugendschutz (Landesarbeitsstelle Bayern e.V.) zu nutzen und umzusetzen.

Am 8. und 15. Mai war es dann soweit: Die Elftklässler besuchten die 7. Klassen des Gymnasiums für jeweils eine Doppelstunde und schlüpften in die Rolle der Workshopleiterinnen und Workshopleiter. Mit ihrem Projekt „Bloßgestellt im Netz!“ zielten sie darauf ab, die Empathie der Schülerinnen und Schüler für Opfer von Kränkungen und Angriffen in sozialen Medien zu stärken und deren Zivilcourage zu fördern. Oft fühlen sich Nutzerinnen und Nutzer angesichts beleidigender Kommentare hilflos und schweigen, um nicht selbst zur Zielscheibe zu werden. Daher ist es wichtig, einfache Handlungsmöglichkeiten für solche Situationen kennenzulernen und Informationen über Ansprechpartner zu erhalten.

Als Erinnerungshilfe bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Taschenkarte mit Handlungstipps und den Kontaktdaten des Schulpsychologen sowie ein Poster mit Verhaltenstipps für Cyber-Konflikte für das Klassenzimmer. Im Workshop zeigte sich, dass die Unterstufenschülerinnen und Unterstufenschüler sehr interessiert am Thema waren und die Anregungen der älteren Schülerinnen und Schüler offen aufnahmen.

Rechte, Risiken und Regeln: Expertenwissen zur smarten Mediennutzung für Schüler und Eltern

Nachdem die Workshops im Mai die Empathie und Zivilcourage der 7. Klassen in Situationen gestärkt hatten, in denen andere im Netz beleidigt oder gekränkt werden, folgten nun zwei weitere Bestandteile des Anti-Mobbing-Programms.

„Mach dein Handy nicht zur Waffe!“

Richter Joscha Kreßmann vom Landgericht Würzburg besuchte die 7. Klassen für jeweils eine Schulstunde, um ihnen die rechtlichen Grundlagen und Regeln bei Aktivitäten in sozialen Medien zu erklären: Was darf ich auf WhatsApp und Co.? Was verstößt gegen die Persönlichkeitsrechte anderer? Wann darf ich Bilder per WhatsApp verschicken oder weiterleiten? Was darf ich im Netz von mir preisgeben und was nicht? Viele interessante Aspekte waren den Kindern zuvor nicht bewusst, obwohl das Smartphone für viele Jugendliche einer der wichtigsten Freizeitbegleiter ist. Dies erklärte auch, warum die Kinder viele Fragen stellten und von ihren eigenen Erfahrungen berichteten.

Elternabend „Digitale Medien & Social Media - Wie können wir unsere Kinder durch das soziale Netz begleiten?"

Am 20. Juni 2024 hielt Frau Geis, Psychologin der Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder, einen Vortrag für die Eltern der Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Klassen. Sie informierte über einen pädagogisch sinnvollen Umgang mit Smartphone und Co., insbesondere im Hinblick auf soziale Medien, deren Faszination und Suchtpotenzial sowie die Gefahr von Cybermobbing. Frau Geis gab den Eltern viele praktische Hinweise, wie sie die Mediennutzung ihrer Kinder sinnvoll begleiten können. Beispielsweise kann die Internetseite www.mediennutzungsvertrag.de genutzt werden, um gemeinsam Regeln für eine sinnvolle Mediennutzung, wie zeitliche Begrenzungen und handyfreie Zeiten, festzulegen. Dies ist besonders vor der Herausgabe des ersten Smartphones sinnvoll, aber auch nachträglich möglich.

Schulpsychologe Christian Förtsch erläuterte den Eltern anschließend die Beratungsmöglichkeiten am Gymnasium Lohr am Main: An wen können sich Kinder bei Konflikten oder Mobbingvorfällen wenden? Wie läuft die Beratung in diesen Fällen ab? Eine wichtige Informationsquelle zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen ist die Internetseite www.schau-hin.de, die wertvolle Anregungen zu Themen wie Bildschirmzeit, Games, sozialen Netzwerken, Filmen und Serien bietet.

 

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