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Direkt am Jahresbeginn stand für die Handball Schulmannschaft Jungen III der Bezirksentscheid in Würzburg an. Nach zwei Wochen Weihnachtferien waren die 10 Jungs topmotiviert die Reise nach Würzburg anzutreten, um sich mit dem Team des Deutschhaus-Gymnasiums zu messen.

Wie immer bei Schulwettkämpfen stand dabei vor allem der Teamgeist, die Fairness und der Spaß am Sport im Vordergrund. In der Kürnachtalhalle in Lengfeld, traf die Mannschaft dann auf einen sehr starken Gegner. Gespickt mit Handballern der DJK Rimpar, war das Niveau des Gegners hoch, es gab spektakuläre Torabschlüsse, intensive Abwehrarbeit und ein sehr hohes Tempo zu bestaunen. Insgesamt schlug sich das Team aus Lohr mehr als tapfer und kann stolz sein, trotz einer Niederlage, alles gegeben zu haben. Hoch erhobenen Hauptes konnten die Jungs nach der Siegerehrung die Heimreise antreten. 

Auch im kommenden Schuljahr werden wir wieder angreifen, dann werden die Karten neu gemischt und wer weiß, wie das Bezirksfinale dann ausgehen wird 😊

Ein Hauch von Paris, der Duft frisch gebackener Croissants und die Farben der Tricolore prägten vom 19. bis 23. Januar 2026 das Gymnasium Lohr a. Main: Unsere Schule verwandelte sich in einen lebendigen Ort der Begegnung mit Sprache, Kultur und Kulinarik – und begeisterte dabei die gesamte Schulgemeinschaft.

Im Mittelpunkt der Woche stand eine kreative Francophonie-Ausstellung, die zu einer spannenden Entdeckungsreise durch die französischsprachige Welt einlud. Fünf Französischklassen gestalteten eindrucksvolle Bildwände zu Belgien, Québec (Kanada), Paris, Südfrankreich und dem Elsass. Die Präsentationen machten anschaulich deutlich, wie vielfältig die französische Sprache und Kultur sind, und zeigten, dass Französisch weit über die Grenzen Frankreichs hinaus gesprochen wird. Die Ausstellung lud zum Informieren, Staunen und Entdecken ein und wurde von zahlreichen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften mit großem Interesse besucht. Besonderen Anklang fand auch ein Quiz für die gesamte Schulgemeinschaft, bei dem täglich eine Frage rund um die Ausstellung beantwortet werden konnte. So wurde das Entdecken der französischsprachigen Welt spielerisch vertieft und das Interesse an Sprache und Kultur zusätzlich geweckt.

Auch die Mensa präsentierte sich in französischen Farben, und jedem Gast wurde schnell klar, dass Sprachenlernen auch durch den Magen geht: Der Schulkiosk bot in Zusammenarbeit mit der Kleinen Konditorei in Lohr a. Main täglich wechselnde französische Spezialitäten wie Macarons, Croissants, Éclairs, Flammkuchen und vieles mehr an. Die Klassen 10a und 10c sorgten mit frisch zubereiteten Crêpes für große Begeisterung und langen Andrang. Wer einen ruhigeren Platz für die Pause suchte, fand diesen im Medienatelier, wo eine Woche lang französischsprachige Lektüren im Mittelpunkt standen: In gemütlicher Atmosphäre konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur eine große Auswahl an Büchern entdecken, sondern durch Comics, Bildwände und weitere Materialien die französischsprachige Welt näher kennenlernen.

Insgesamt zeigte die französische Woche eindrucksvoll, wie lebendig und vielseitig Fremdsprachenlernen über den Unterricht hinaus sein kann – als Erlebnis für alle Sinne und als Einladung, über den eigenen Horizont hinauszublicken. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Schulkiosk, der Kleinen Konditorei, dem Medienatelier sowie den Klassen 10a und 10c und allen Französischlehrkräften, die der Schulgemeinschaft ein vielfältiges Bild der Francophonie nähergebracht haben.

Am Gymnasium Lohr kann Französisch ab der 6. Jahrgangsstufe als zweite Fremdsprache oder ab der 8. Jahrgangsstufe als dritte Fremdsprache (sprachlicher Zweig) erlernt werden. Traditionell findet die französische Woche am Gymnasium Lohr rund um den 22. Januar statt, den Tag der deutsch-französischen Freundschaft, an dem Deutschland und Frankreich im Jahr 1963 mit dem Élysée-Vertrag ihre Zusammenarbeit besiegelten.

Altphilologen sollten mit Naturwissenschaftlern im Gespräch sein

Unser diesjähriger „Römer-Tag“ am Dienstag, den 3.2.2026 im Gymnasium Lohr war eine Kombination aus einem Schnuppertag für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 5, die demnächst ihre zweite Fremdsprache wählen müssen, und einem archäologischen Vortrag für die Latein-Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 8.
Für die Fünftklässler gab es parallel vier tolle Angebote: Römisch Kochen in der Schulküche, wo in vergnügtem Teamwork Globi (Quarkbällchen) mit Gustum de Praecoquis (Aprikosenmus mit Stückchen) und Moretum (Schafskäseaufstrich) entstanden und auch mit Appetit verzehrt wurden. Eine Mosaikwerkstatt im Zeichensaal, wo sie in geduldiger Kleinarbeit schöne Motive zusammensetzten.
Entdeckungen mit lateinischen Lehnwörtern und römischen Zahlen. Beides fand in Abwechslung mit beliebten römischen Kinderspielen statt: Zahlreiche Nüsse rollten da beim Delta-Spiel (Zahlendreieck auf dem Fußboden) und dem Ludus tabulae obliquae (Spiel für eine diagonale Tafel) durchs Klassenzimmer.
Inzwischen entführte der Archäologe Mario Becker von der Goethe-Universität Frankfurt unsere Achtklässler in die Antike: In lebendigem und kommunikativem Vortragsstil stellte er die Gründe für Aufstieg und Niedergang des römischen Reiches dar und begeisterte unsere Achtklässler für die Leistungen der Römer. Für den überraschenden Niedergang des weströmischen Reiches seien jahrzehntelange Schlechtwetterperioden infolge von schwersten Vulkanausbrüchen mit verantwortlich gewesen; das habe man nur durch die Analyse von geologischen Proben erkennen können: Zwischen 160 und 170 n.Chr. seien der Taupo und um 232 der Vulkan Hatepe auf Neuseeland ausgebrochen und hätten die Erd-Atmospäre für Jahrzehnte verändert. In deren Folge hätten zahlreiche Germanenstämme – bedrängt von Goten und Hunnen- ihre angestammten Siedlungsgebiete verlassen, weil ihnen die Lebensgrundlage genommen worden seien. Wir würden das heute als Migration aus wirtschaftlichen Gründen bezeichnen. Damals waren allerding alle Männer bewaffnet und deswegen eine Bedrohung für jedes Reich. Diese hätten dann gleichzeitig von vielen Seiten die Ostgrenze bedroht, während der Zusammenschluss der Alemannen dann etwas später von Norden her noch gefährlicher für das römische Reich geworden sei.
Zum Abschluss ihres Schnuppertages führte Mario Becker nun unsere Fünftklässler ins römische Leben ein. Er begann dies mit der berühmten römischen Wölfin: lupa war damals eine Beleidigung für eine Frau, hist. Kern der Gründungslegende war wahrscheinlich die Aussetzung und ein späterer Aufstieg zweier Kinder.
Dann macht er mit ein paar Kindern vor der Bühne eine Armeeaufstellung mit Drill in testudo (Schildkröten)- Formation: „links-rechts-links, Schilde über den Kopf und eng an den Körper“, um die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit in der röm. Armee zu illustrieren.
Natürlich durfte zum Abschluss Pompeji nicht fehlen, wo man dem antiken Alltag immer noch hautnah begegnen kann, da er damals beim Vulkanausbruch in zahlreichen Situationen konserviert wurde.
Christina Roth

Spiel der Lohrer Puppenbühne mit Friedel Liedhegener und Kindern der 5. Klassen des Gymnasiums

Wenn die adventliche Zeit beginnt, darf ein Film im Programm des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nicht fehlen: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Und auch andere Märchenfilme stehen vor Weihnachten hoch im Kurs. Ebenso ist das Spiel des Lohrers Friedel Liedhegener ein fester Bestandteil des außerunterrichtlichen Angebots für die Unterstufe des Lohrer Gymnasiums. Liedhegener nimmt in seinem Puppenspiel die Kinder der fünften Klasse mit auf eine Reise in den Orient und nach Asien. Die in Indien gefertigten, liebevoll gestalteten Figuren und Tiere lassen die märchenhaften Geschichten lebendig werden.

Im ersten Abenteuer entführte der Lohrer die Kinder ins „Schloss auf dem Glasberg“: Der Prinz wird von einem Vogel entführt und sieht in dessen Garten eine wunderschöne Prinzesin, die er unbedingt heiraten will. Mit Klugheit und List bringt er ein Tuch, das ihn unsichtbar machen, und einen Stab, der in zu jedem erdenklichen Platz auf der Welt bringen kann, an sich. Er folgt Spur der Prinzessin bis ans Ende der Welt und findet sie schließlich in einem Schloss auf dem Glasberg. Prüfung bestanden! Die Hochzeit kann gefeiert werden. Im zweiten Märchen musste die Nachfolge des Königs entschieden werden, die schließlich Prinz Achmed aufgrund des Einwirkens einer Fee antritt. Diese sorgte dafür, dass der etwas angeberische junge Mann die gestellten Aufgaben erfüllen konnte. Für die egoistische große Schwester des Prinzen wünschten sich die Kinder, dass sie als Säule erstarrt bleiben soll. Deshalb kann man sie heute noch in einem Garten in Indien bestaunen.

So mischten sich Märchen, Liebes- und Abenteuergeschichte, die die Schülerinnen und Schüler auch deshalb fesselten, weil sie in die Rollen der einzelnen Figuren schlüpfen und die Puppen agieren lassen durften. Das faszinierte die Zehnjährigen: Sie blieben nicht nur Zuschauer, sie waren nicht nur dabei, sondern sie wurden in die Abenteuer der Figuren involviert. Sie wurden zu König und Königin, zu Prinz und Prinzessin, der guten oder bösen Fee oder zum Vogel, der die Prinzessin auf den Glasberg trägt. Während die Kinder sich wie selbstverständlich in ihre jeweilige Rolle hineindachten, erfreuten sich die Lehrkräfte an der sichtbaren Spielfreude ihrer Schülerinnen und Schüler.

Friedel Liedhegener berichtet am Ende von seinen Erfahrungen im „wirklichen“ Indien und von seinen kuriosen Begegnungen sowie spannenden Erlebnissen dort vor Ort. Diese wahren Begebenheiten interessierten die Kinder ebenso wie die erfundenen Märchen. Zum Deutschunterricht gehört eben beides: Wissen über die Welt und Verzaubertsein von der Welt.

 

Text und Bild: Andrea Pöschl

Das Jahr 2025 war das Jahr der Quantenwissenschaft und Quantentechnologie, in dem das 100-jährige Jubiläum der Quantenphysik gefeiert wurde.

Passend dazu brach das Leistungsfach Physik der Q13 des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums (Lohr) unter der Leitung von Herrn Keßelring zu einer zweitägigen Exkursion nach München auf. Im Rahmen dieser Fahrt sollten die Schüler interessante neue Einblicke in die Quantenphysik und ihre vielseitigen Forschungsfelder gewinnen, sowie viele schöne Erinnerungen mit ihren Mitschülern sammeln.

Den ersten Tag verbrachte die Gruppe auf dem Campus der TU München in Garching. Erste Station war die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II), wo sie erfuhr, wie Neutronen aus Kernspaltung zur zerstörungsfreien Untersuchung von Materialien genutzt werden. So können Neutronen beispielsweise Auskunft über das Innere von Dinosaurierei-Fossilien geben, ohne diese zu beschädigen. Eine große permanente Nebelkammer zog die Schüler in ihren Bann, wie natürliche radioaktive Strahlung auf dem Weg durch die Kammer die typischen Nebel-Spuren hinterließ.

Anschließend führte der Kurs im „PhotonLab“ des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik eigene Experimente durch, darunter den Quantenradierer sowie einfache Anwendungen der Quantenkryptographie. Diese verdeutlichten die einzigartigen Eigenschaften eines Quantenobjekts, das sich je nachdem, ob Informationen über seine Position vorliegen, wie eine Welle oder wie ein Teilchen verhält. Deshalb kann die Quantenphysik beispielsweise für abhörsichere, verschlüsselte Kommunikation genutzt werden.

Am Abend besuchte die Gruppe noch die Europäische Südsternwarte (ESO), die mit einer großen Ausstellung und einer beeindruckenden Planetariumsshow die Schönheit und Komplexität unseres Universums präsentierte.

Gemütlich ließ man den Tag schließlich bei einem gemeinsamen Pizzaessen ausklingen.

Am zweiten Tag nahm der Kurs am „Tag der Quantenphysik“ der LMU München teil. Dort wurde eine Vielzahl von Vorträgen zu zukunftsweisenden Forschungsfeldern wie Quantencomputern, Quantensimulationen und der Bedeutung der Quantenphysik für die Astronomie angeboten. Ein besonderes Highlight war der Vortrag „Quantenphysik im Universum“ von Professor Dr. Harald Lesch, einem bekannten Astrophysiker und Wissenschaftsjournalisten. Außerdem nahmen die Schüler an einer Laborführung durch ein Quantensensorik-Labor teil. Dabei erklärten die Forschenden, wie an der LMU an Supraleitern – elektrischen Leitern, die bei sehr niedrigen Temperaturen nahezu keinen Widerstand besitzen – geforscht wird und wie der Quantentunneleffekt zur Materialuntersuchung genutzt werden kann. Zwischen den Vorträgen konnten sich die Schüler an verschiedenen Ständen im Lichthof der Universität zu Themen wie Elementarteilchenphysik, Festkörpertheorie und Quantenmaterialien informieren. Die Gespräche mit Forschenden und Studierenden der LMU München boten Raum für weitere Fragen rund um die Quantenphysik. Den Abschluss des Tags der Quantenphysik bildete der Vortrag „Die kältesten Rechner der Welt“ von Prof. Dr. Immanuel Bloch.

Mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Erkenntnissen und einem tieferen Verständnis für die Welt der Quantenphysik kehrte der Physik-Leistungskurs am Samstagabend mit dem Zug nach Lohr zurück.

Anka Fahrbach, Q13



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