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Thilo Günther, Fabian Nätscher, Liam Schwaiger Leroux und Noah Väthbrückner, Schüler des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums, durften sich am Tag der Abiturverabschiedung nicht nur über ihr Abiturzeugnis, sondern auch über das MINT-EC-Zertifikat freuen, das ihnen ein außergewöhnliches Engagement im naturwissenschaftlich-technischen Bereich bescheinigt.

 Im W-Seminar „Biologie experimentell“ wurden von Fabian die Auswirkungen von Bodenverdichtung auf das Pflanzenwachstum betrachtet, von Liam Rosen konserviert und bei Noah Naturfarbstoffe auf ihre Lichtechtheit untersucht. Thilo analysierte dagegen im Fach Geographie die Auswirkungen der Chinesischen Raumfahrt auf Europa.

Die Belegung eines solchen W-Seminars mit der Erstellung einer wissenschaftlichen Seminararbeit ist ein wichtiger Eckpfeiler zum Erwerb des MINT-EC-Zertifikats, das die MINT-Leistungen der Schüler während ihrer gesamten Schullaufbahn bündelt und dokumentiert. Die vier Schüler nahmen im MINT-Bereich an mehreren Wettbewerben teil, absolvierten Praktika, besuchten Akademien bzw. Camps und belegten zahlreiche Wahlkurse.

Neben der obligatorischen Belegung des Fachs Mathematik im ersten Abiturjahrgang des G9 besuchten die Schüler noch weitere Kurse aus dem MINT-Portfolio. Drei von ihnen wagten sich in das fünfstündige Leistungsfach Physik – und das mit sehr großem Erfolg!

Das Zertifikat wird vergeben vom nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC und zählt bundesweit zu den bedeutesten Auszeichnungen schulischer Aktivitäten im MINT-Bereich.

Dieser Abiturjahrgang darf stolz darauf sein, dass gleich vier Abiturienten dieses Zertifikat im Rahmen der Abiturfeier mit dem Reifezeugnis überreicht bekamen.

Einem Schüler wurde das Zertifikat „mit besonderem Erfolg“ und den drei anderen Schülern gar in der höchsten Stufe „mit Auszeichnung“ feierlich durch den stellvertretenden Schulleiter Christoph Bauer und Oberstufenkoordinator Oliver Siemund überreicht.

Wir gratulieren herzlich.

Thomas Keßelring (FLvEG)

 

Bild: MINT-EC-Zertifikat 2026 FLvEG.jpg

von links nach rechts: Thilo Günther, Fabian Nätscher, Liam Schwaiger Leroux, Noah Väthbrückner

 

Hintergrund:

Das MINT-EC-Zertifikat bündelt und dokumentiert die MINT-Leistungen der Schülerinnen und Schüler während ihrer gesamten Schullaufbahn. Die Auszeichnung bietet Unternehmen und Hochschulen eine verlässliche, von den Schulsystemen der Bundesländer unabhängige Einordnung der Schülerleistungen und Bewertung der Anforderungsniveaus von Wettbewerben oder anderen außerschulischen MINT-Aktivitäten. Das MINT-EC-Zertifikat wurde zum Schuljahr 2014/2015 eingeführt und darf ausschließlich an Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC vergeben werden.

Schülerinnen und Schüler, die das MINT-EC-Zertifikat erhalten, müssen Mindestanforderungen in den drei Anforderungsfeldern: Fachliche Kompetenz, Fachwissenschaftliches Arbeiten und Zusätzliche MINT-Aktivitäten erfüllen. Je nach Leistungen wird das MINT-EC-Zertifikat mit den Prädikaten „Mit Erfolg“, „Mit besonderem Erfolg“ oder „Mit Auszeichnung“ verliehen.

 

MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 339 zertifizierten Schulen mit rund 360.000 Schülerinnen und Schülern sowie 29.500 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände bayme vbm und vbw.

Als „Malte Anders“, Aushilfslehrer im Auftrag des bayerischen Familien- und Sozialministeriums, war am 4. März der Theaterpädagoge und Kabarettist Timo Schweitzer zu Gast an unserer Schule. Witzig, emotional und lehrreich gab den 8.Klässern im Rahmen unseres Schulprojektes „Über Liebe reden lernen“ einen Einblick in das Thema Homosexualität und die Normalität des Andersseins. Gespickt mit vielen persönlichen Erfahrungen begegnete er den Schülerinnen und Schülern dabei auf Augenhöhe, räumte mit Vorurteilen auf und zeigte, wie man mit Hass und Ablehnung umgehen kann.

Die Schüler konnten im Anschluss an die Vorstellung Fragen stellen. Dabei war alles erlaubt und Herr Schweitzer beantwortete ALLE Fragen – schlagfertig, mit einer guten Mischung aus Humor und dem nötigen Ernst.

Unseren Schülerinnen und Schülern hat das Programm gefallen: „Es waren Fakten, die man noch nicht kannte und Sachen, die man so gar nicht gesehen hat. Und lustig war´s auch.“

Die Fachschaft Biologie bedankt sich bei Herrn Schweitzer, der gekonnt und einfühlsam für gegenseitigen Respekt, mehr Vielfalt und Toleranz warb und ein deutliches Zeichen gegen Gewalt und Diskriminierung setzen konnte.

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