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Alle Jahre wieder ...


sammelt das Gymnasium Spenden für die Lohrer Tafel und setzt damit ein Zeichen der Solidarität für Menschen in Not

Die weihnachtlichen Festtage rücken immer näher, doch für viele Familien ist diese Zeit mit Sorgen erfüllt. Denn leider gibt es auch hier bei uns in Lohr und Umgebung Menschen, die gerade in diesen Tagen unter einer finanziell schwierigen Situation leiden.

Die Lohrer Tafel begann im Mai 2005 mit 30 Berechtigungsscheinen für finanziell überprüfte Haushalte im Altlandkreis Lohr. Zur Zeit sind 298 Berechtigungsscheine an 431 Erwachsene und 298 Kinder und Jugendliche ausgegeben, insgesamt 729 Personen. Die Tendenz ist steigend. Deshalb entschieden sich die Schülerinnen und Schüler sowie der Elternbeirat des Gymnasiums auf Initiative der Fachschaft Religion auch in diesem Jahr wieder für einen Spendenaufruf. Die Bereitwilligkeit zum Geben war groß, sodass Michael Donath, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Lohr, am Aktionstag zahlreiche Lebensmittel und Hygieneartikel entgegennehmen konnte. Hierfür herzlichen Dank an alle Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern!

Im Gegenzug informierte Herr Donath die Kinder und Jugendlichen einiger Klassen altersgerecht über die Aufgaben und Arbeit der Lohrer Tafel. Diese nutzten die Gelegenheit und stellten interessiert ihre Fragen. Auch die Mitarbeiter der Tafel sind gerne bereit, Rede und Antwort zu stehen ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) und geben gerne Hinweise zur Aktion „Ritter der Tafel“.

Auf dem Bild zu sehen sind Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte der Fachschaft Religionslehre, Michael Donath sowie Dr. Bernd Rottenbacher, der Schulleiter des Gymnasiums.

(Text: Andrea Pöschl, Bild: Karin Siemund)

 

 

Zwischen Mördern und Gestaltwandlern


Am siebten Dezember fand vormittags im Medienatelier des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums der alljährliche Lesewettbewerb der sechsten Klassen statt. Im Unterricht war bereits vorher eine Auswahl von je zwei Schüler(inne)n aus jeder der drei sechsten Klassen vorgenommen worden. Die dabei erfolgreichen Schüler und Schülerinnen traten dann am Freitag gegeneinander in zwei Runden an.

Zuerst las jeder der Kandidaten aus einem bekannten Buch eine vorbereitete Textstelle vor, die in einem Rahmen von drei bis fünf Minuten gehalten werden sollten. Zudem wurden die jeweiligen Bücher kurz vorgestellt, um so den ebenfalls anwesenden 6. Klassen und der Jury einen Überblick zu verschaffen. In ausgeloster Reihenfolge lasen die sechs Schüler und Schülerinnen vor.

Es begann Lena-Maria Scherg (6b) mit dem Titel „Die Duftapotheke – ein Geheimnis liegt in der Luft“. Die Geschichte handelt von einer Duftapotheke, die zufälligerweise von einem Mädchen entdeckt wird, mit Düften, die Dinge bewirken wie zum Beispiel das Vergessen. Die Schülerin vermittelte die Geschichte sehr dynamisch und flüssig, auch die Textstelle war sehr gut gewählt. Der einzige Junge im Wettbewerb, Lukas Keller (6c), folgte als zweiter Vorleser. Sein Buch trug den Titel „Das Volk von Tarkaan“ und erzählte von Kindern, die aus der Fantasiewelt einer Autorin gerettet werden müssen, bevor das Portal sich schließt. Lukas imitierte die Stimme eins Navis in einer Blechbüchse sehr überzeugend und mit Witz, sein Tempo ermöglichte gutes Verstehen.

Als drittes las Rebecca Steck (6b) aus dem Buch „Schön, Schöner, Tot“ vor, bei dem es um ein Mädchen geht, das nach vier vorhergehenden Morden an Mädchen an fünfter Stelle steht und versucht zu überleben. Rebecca las mit ruhiger Stimme eine spannende Textstelle vor und wurde aber im Verlauf des Vorlesens etwas schneller.

Die zweite Kandidatin aus der 6c war Tamara Schlotz. Sie hatte sich für den Bestseller „Die Tribute von Panem“ entschieden. In dieser allgemein bekannten und verfilmten Geschichte geht es um eine junge Frau, die sich freiwillig für ein Spiel um Leben und Tod meldet, um ihre kleine Schwester vor diesem zu bewahren. Tamara las eine relativ kurze Textstelle vor, doch die Spannung der Geschichte kam bei den Zuhörern selbst in der kurzen Zeit an.

Sowohl Anka Fahrbach (6a) und Maria Sidorova (6a) lasen aus der Buchreihe „Animox“ vor, doch Anka aus dem ersten und Maria aus dem zweiten Teil. In diesen Büchern geht es um Simon, der entdeckt, dass er mit Tieren reden kann. Das lässt ihn die Welt der Animox, die sich in Tiere verwandeln können, entdecken und er geht auf die Suche nach seiner Mutter. Anka überzeugte mit der spannenden Textstelle und ihrem gut verständlichen Lesestil. Maria las mit guter Artikulation eine ebenso spannende Textstelle.

In der zweiten Runde lasen alle aus dem ihnen vorher unbekannten Buch „Die unglaublichen Untaten des Bermudadreiecks“ je 2-3 Seiten. Das Buch handelt von Lennart, der ein Gangsterboss wird, um seinem kleinen Bruder Linus zu helfen, da dieser umgeben ist von Dingen die entweder „alt, krank, oder ausgestorben“ sind. Die allerwenigsten stolperten über die vielen französischen Begriffe in den verschiedenen Textstellen. Auffallend war nach Aussage der Jury, dass alle bei dem unbekannten Text sehr viel natürlicher vorlasen, wohingegen die vorbereiteten Textstellen meist etwas künstlich klangen.

Die Jury, bestehend aus Anna Lattin (Q12), Charlotte Lauter (Q11), Herrn Meier und Frau Siegismund, vergaben den dritten Platz an die Leistung von Lukas Keller, den zweiten Platz an Tamara Schlotz und nominierten mit dem ersten Platz Anka Fahrbach als die Vertreterin der Schule in der nächsten Runde.

Johanna Schlensok, Q12

 

 

Austausch Ägypten


Einmal im Leben die Pyramiden von Gizeh besuchen. Dies ist bei vielen Menschen ein erstrebenswerter Traum, einmal vor den großen Pyramiden des Cheops (Chufu), Chephren (Chafre) und Mykerinos (Menkaure) zu stehen.

Dieser Traum, die einzigen erhaltenen antiken Weltwunder live zu erleben, wurde für zehn Schülerinnen und Schüler vom Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium wahr. Im Rahmen des Schüleraustauschs mit der Deutschen Evangelischen Oberschule (DEO) in Kairo flogen die Schülerinnen und Schüler der achten bis elften Jahrgangsstufe in das Land der Pharaonen.

Erst wenn man vor ihnen steht, erkennt man die Mächtigkeit der Pyramiden und ist von der imposanten Ingenieurskunst der alten Ägypter beeindruckt. Aber nicht nur die berühmten Pyramiden und der Sphinx zogen die Gruppe beim einwöchigen Besuch in Kairo in ihren Bann.

Zum zweiten Mal kam es innerhalb des seit einigen Jahren praktizierten Schüleraustauschs des Lohrer Gymnasiums mit der DEO in Kairo zu einem Gegenbesuch.

In ägyptischen Gastfamilien - über ganz Kairo verteilt – untergebracht, trafen sich die vierzehn bis siebzehn Jahre alten Schüler an Schultagen um 7:15 Uhr zur gemeinsamen Versammlung in der Schule und zum Singen der ägyptischen Nationalhymne (Biladi).

Neben den Schulbesuchen standen viele Unternehmungen an, die für die Jugendlichen ein Feuerwerk der Sinne waren.

Für die jungen deutschen Ohren und Nasen war gleich der Eindruck des Straßenverkehrs in dieser 9,7 Millionenmetropole eine neue Erfahrung. Auch wenn nur drei Spuren eingezeichnet sind, wird dort zu fünft nebeneinander gefahren. Die Kommunikation untereinander funktioniert in der Regel per Hupsignale und doch nimmt jeder in den vielen Staus Rücksicht auf den anderen. Dies stellt man auch in Bereichen fest, in denen viele Menschen zusammen kommen - z. B. auf dem Basar. Von sehr westlich orientierten Menschen über vollverschleierten Frauen bis zu sehr ärmlich lebenden Personen gab es von der Bevölkerungsvielfalt viel zu sehen.

Auch die Geschmacksnerven bekamen durch das Probieren der örtlichen Speisen neue Sinneseindrücke. Die „Rache des Pharao“ suchte glücklicherweise keinen Teilnehmer heim.

Aber nicht nur die großen Pyramiden waren einen Besuch wert. Auf dem großen Basar Khan-el-Khalili konnten neben dem Verkauf von Souvenirs auch traditionelle handwerkliche Fertigkeiten und deren Produkte bewundert werden. Frisch sanierte Moscheen und kleine Paläste gaben einen guten Einblick in die Geschichte Kairos.

Am Wochenende unternahmen auch die Familien viele unterschiedliche Aktionen mit den Gästen. Der Kontrast zwischen westlich orientierten Besuchen in Malls mit der Möglichkeit, Bowling zu spielen, einem Badetag am roten Meer bis zu Besuchen traditioneller ägyptischer Kultur war groß. Ein Schüler war gar Skifahren – auf einer Indoor-Skipiste. Auf einer kleinen Anhöhe in Kairo liegt die Zitadelle (Festung) mit der Mohammed-Ali-Moschee. Dieses imposante Gelände mit der riesigen Moschee lud auch zu einem Besuch ein. Bei gutem Wetter kann man in der Ferne die großen Pyramiden sehen. Beindruckend war auch die beachtliche Anzahl an Minaretten. Das ägyptische Museum mit der Totenmaske des Tutanchamun war für viele Schülerinnen und Schülern auch ein lohnender Besichtigungsort.

Neben diesen Aktionen war der Austausch der Kulturen ein zentrales Anliegen. Die ägyptische Gastfreundschaft war überwältigend. Zum Anlass des Geburtstages einer Teilnehmerin wurde zu ihrer Überraschung eine Bootstour mit fast allen Teilnehmern und weiteren ägyptischen Freunden auf dem Nil durchgeführt.

Ein Highlight wartete aber noch auf die Jugendlichen: eine Wüstentour mit Übernachtung unter wolkenfreiem Himmel. Mit Geländewägen transportiert, besuchten die Lohrer Schülerinnen und Schüler nördlich der Niloase Fayuum eine verfallene römische Siedlung mit Festung und der ältesten Straße der Welt. Nach dem gemeinsamen Essen in der kleinen Hütte des Wächters wurde ein kleiner ägyptischer Tempel angesteuert. Einst lag er direkt am Ufer des Karun-Sees der Niloase. Heutzutage befindet er sich weit vom See entfernt in der trostlosen Gesteinswüste. Das malerisch zwischen zwei Hügeln errichtete Camp für das Nachtlager mit Blick auf den See ermöglichte der Truppe einen guten Schlaf, um die vielen Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Am zweiten Tag konnten im UNESCO-Weltnaturerbe Wadi al-Hitan prähistorische Wale und andere Meeresbewohner besichtigt werden. Im Sattel von Pferden – für einige zum ersten Mal – wurde in der Oasenstadt Tunis das Seeufer erkundet. Mit viel feinem Sand in der Kleidung und in den Haaren ging es dann wieder zurück in die Gastfamilien.

Leider verflog die Zeit so schnell, dass nach der herzlichen Verabschiedung der Heimflug wieder anstand.

Der Kontrast zu Deutschlands Temperaturen konnte kaum größer ausfallen. Mit teils kurzen Hosen und T-Shirt bekleidet bestieg die Gruppe das Flugzeug, um in der Heimat angekommen mit nahezu frostverdächtigen Temperaturen empfangen zu werden.

Sichtlich beindruckt von den vielen Impressionen wurden die Jugendlichen von ihren Eltern erwartet. Auf jeden Fall können sie viele Geschichten erzählen und behaupten, die Pyramiden gesehen zu haben – hoffentlich nicht das letzte Mal.

 

Thomas Keßelring

Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium

 

Entstanden ist der seit Jahren bestehende Schüleraustausch durch den Kontakt des Ehepaars Keßelring. Vor ihrer Tätigkeit in Lohr waren sie Lehrer an der Deutschen Evangelischen Oberschule in Kairo. Daher existiert der Kontakt zu Ägypten. Seit vielen Jahren organisiert ein Kollege in Kairo die so genannte „Begegnung“. Auf der einen Seite ist die Schule in Kairo eine offizielle Begegnungsstätte zwischen den Kulturen (ca. 95% der Schüler sind Ägypter, der Rest Deutsche) und auf der anderen Seite ist es für die ägyptischen Schüler wichtig, nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch die deutsche Kultur kennen zu lernen. Die Schule sieht sich selber als eine Vorzeigeschule unter den deutschen Auslandsschulen. Sie genießt in Kairo einen besonderen Ruf. Die Schule umfasst einen Kindergarten, eine Grundschule und eine weiterführende Schule, an der man die mittlere Reife, das Abitur und oder den ägyptischen Abschluss erhält.

 

 

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