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Jugend debattiert Schulwettbewerb

Austausch Ägypten


Einmal im Leben die Pyramiden von Gizeh besuchen. Dies ist bei vielen Menschen ein erstrebenswerter Traum, einmal vor den großen Pyramiden des Cheops (Chufu), Chephren (Chafre) und Mykerinos (Menkaure) zu stehen.

Dieser Traum, die einzigen erhaltenen antiken Weltwunder live zu erleben, wurde für zehn Schülerinnen und Schüler vom Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium wahr. Im Rahmen des Schüleraustauschs mit der Deutschen Evangelischen Oberschule (DEO) in Kairo flogen die Schülerinnen und Schüler der achten bis elften Jahrgangsstufe in das Land der Pharaonen.

Erst wenn man vor ihnen steht, erkennt man die Mächtigkeit der Pyramiden und ist von der imposanten Ingenieurskunst der alten Ägypter beeindruckt. Aber nicht nur die berühmten Pyramiden und der Sphinx zogen die Gruppe beim einwöchigen Besuch in Kairo in ihren Bann.

Zum zweiten Mal kam es innerhalb des seit einigen Jahren praktizierten Schüleraustauschs des Lohrer Gymnasiums mit der DEO in Kairo zu einem Gegenbesuch.

In ägyptischen Gastfamilien - über ganz Kairo verteilt – untergebracht, trafen sich die vierzehn bis siebzehn Jahre alten Schüler an Schultagen um 7:15 Uhr zur gemeinsamen Versammlung in der Schule und zum Singen der ägyptischen Nationalhymne (Biladi).

Neben den Schulbesuchen standen viele Unternehmungen an, die für die Jugendlichen ein Feuerwerk der Sinne waren.

Für die jungen deutschen Ohren und Nasen war gleich der Eindruck des Straßenverkehrs in dieser 9,7 Millionenmetropole eine neue Erfahrung. Auch wenn nur drei Spuren eingezeichnet sind, wird dort zu fünft nebeneinander gefahren. Die Kommunikation untereinander funktioniert in der Regel per Hupsignale und doch nimmt jeder in den vielen Staus Rücksicht auf den anderen. Dies stellt man auch in Bereichen fest, in denen viele Menschen zusammen kommen - z. B. auf dem Basar. Von sehr westlich orientierten Menschen über vollverschleierten Frauen bis zu sehr ärmlich lebenden Personen gab es von der Bevölkerungsvielfalt viel zu sehen.

Auch die Geschmacksnerven bekamen durch das Probieren der örtlichen Speisen neue Sinneseindrücke. Die „Rache des Pharao“ suchte glücklicherweise keinen Teilnehmer heim.

Aber nicht nur die großen Pyramiden waren einen Besuch wert. Auf dem großen Basar Khan-el-Khalili konnten neben dem Verkauf von Souvenirs auch traditionelle handwerkliche Fertigkeiten und deren Produkte bewundert werden. Frisch sanierte Moscheen und kleine Paläste gaben einen guten Einblick in die Geschichte Kairos.

Am Wochenende unternahmen auch die Familien viele unterschiedliche Aktionen mit den Gästen. Der Kontrast zwischen westlich orientierten Besuchen in Malls mit der Möglichkeit, Bowling zu spielen, einem Badetag am roten Meer bis zu Besuchen traditioneller ägyptischer Kultur war groß. Ein Schüler war gar Skifahren – auf einer Indoor-Skipiste. Auf einer kleinen Anhöhe in Kairo liegt die Zitadelle (Festung) mit der Mohammed-Ali-Moschee. Dieses imposante Gelände mit der riesigen Moschee lud auch zu einem Besuch ein. Bei gutem Wetter kann man in der Ferne die großen Pyramiden sehen. Beindruckend war auch die beachtliche Anzahl an Minaretten. Das ägyptische Museum mit der Totenmaske des Tutanchamun war für viele Schülerinnen und Schülern auch ein lohnender Besichtigungsort.

Neben diesen Aktionen war der Austausch der Kulturen ein zentrales Anliegen. Die ägyptische Gastfreundschaft war überwältigend. Zum Anlass des Geburtstages einer Teilnehmerin wurde zu ihrer Überraschung eine Bootstour mit fast allen Teilnehmern und weiteren ägyptischen Freunden auf dem Nil durchgeführt.

Ein Highlight wartete aber noch auf die Jugendlichen: eine Wüstentour mit Übernachtung unter wolkenfreiem Himmel. Mit Geländewägen transportiert, besuchten die Lohrer Schülerinnen und Schüler nördlich der Niloase Fayuum eine verfallene römische Siedlung mit Festung und der ältesten Straße der Welt. Nach dem gemeinsamen Essen in der kleinen Hütte des Wächters wurde ein kleiner ägyptischer Tempel angesteuert. Einst lag er direkt am Ufer des Karun-Sees der Niloase. Heutzutage befindet er sich weit vom See entfernt in der trostlosen Gesteinswüste. Das malerisch zwischen zwei Hügeln errichtete Camp für das Nachtlager mit Blick auf den See ermöglichte der Truppe einen guten Schlaf, um die vielen Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Am zweiten Tag konnten im UNESCO-Weltnaturerbe Wadi al-Hitan prähistorische Wale und andere Meeresbewohner besichtigt werden. Im Sattel von Pferden – für einige zum ersten Mal – wurde in der Oasenstadt Tunis das Seeufer erkundet. Mit viel feinem Sand in der Kleidung und in den Haaren ging es dann wieder zurück in die Gastfamilien.

Leider verflog die Zeit so schnell, dass nach der herzlichen Verabschiedung der Heimflug wieder anstand.

Der Kontrast zu Deutschlands Temperaturen konnte kaum größer ausfallen. Mit teils kurzen Hosen und T-Shirt bekleidet bestieg die Gruppe das Flugzeug, um in der Heimat angekommen mit nahezu frostverdächtigen Temperaturen empfangen zu werden.

Sichtlich beindruckt von den vielen Impressionen wurden die Jugendlichen von ihren Eltern erwartet. Auf jeden Fall können sie viele Geschichten erzählen und behaupten, die Pyramiden gesehen zu haben – hoffentlich nicht das letzte Mal.

 

Thomas Keßelring

Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium

 

Entstanden ist der seit Jahren bestehende Schüleraustausch durch den Kontakt des Ehepaars Keßelring. Vor ihrer Tätigkeit in Lohr waren sie Lehrer an der Deutschen Evangelischen Oberschule in Kairo. Daher existiert der Kontakt zu Ägypten. Seit vielen Jahren organisiert ein Kollege in Kairo die so genannte „Begegnung“. Auf der einen Seite ist die Schule in Kairo eine offizielle Begegnungsstätte zwischen den Kulturen (ca. 95% der Schüler sind Ägypter, der Rest Deutsche) und auf der anderen Seite ist es für die ägyptischen Schüler wichtig, nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch die deutsche Kultur kennen zu lernen. Die Schule sieht sich selber als eine Vorzeigeschule unter den deutschen Auslandsschulen. Sie genießt in Kairo einen besonderen Ruf. Die Schule umfasst einen Kindergarten, eine Grundschule und eine weiterführende Schule, an der man die mittlere Reife, das Abitur und oder den ägyptischen Abschluss erhält.

 

 

Lesen macht Spaß - Vorlesen noch mehr!


Klassenübergreifendes Projekt am Gymnasium im Rahmen des 15. bundesweiten Vorlesetags

Am Freitag, dem 16. November, fand im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages ein Projekt von Schülerinnen der 9. Klasse mit Schülerinnen und Schülern der 5. Jahrgangsstufe am Lohrer Gymnasium statt. Die Teenager hatten sich bereit erklärt, den Kindern der 5. Klasse, die sich im Medienatelier gemütlich in die Kissen kuschelten, aus ihren mitgebrachten Büchern vorzulesen.

Sie erlebten gemeinsam Abenteuer und entschieden wie dieses verlaufen wird in „1000 Gefahren in den Tiefen des Meeres“ und „Die Pyramide der 1000 Gefahren“.

Die Kinder teilten begeistert mit, wie gut es ihnen gefallen habe, in der Hoffnung, dass sich so eine Stunde in diesem Schuljahr noch ein Mal wiederholen lasse. Aber auch den älteren Schülerinnen hat die Veranstaltung Spaß gemacht.

Der bundesweite Vorlesetag, eine Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn Stiftung will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Lesen setzen und Freude am Lesen wecken. Insgesamt lasen dieses Jahr bundesweit über 140.000 Freiwillige „kleinen und großen Zuhörern“ verschiedenste Geschichten vor. Hoffentlich werden die Kinder durch weitere Vorlesetage selber einmal zu eifrigen Bücherwürmern!

(Foto und Text: Andrea Pöschl und Miriam Kruse)

 

 

Vorträge zum Infoabend "Auslandsaufenthalt"!


Sehr geehrte Eltern,

den Vortrag von Herrn Emrich sowie den Bericht von Nele Aulenbach finden Sie hier im internen Bereich zum Download:
 

 

 

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