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28.10.2019-01.11.2019
Herbstferien

Was bedeutet MINT?


Seit einigen Jahren werden die Fächer Mathematik, Informatik, die Naturwissenschaften (Biologie, Chemie und Physik) und Technik-Wahlkurse unter dem Begriff MINT zusammengefasst.

Das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium bietet hierzu die Ausbildungsrichtung Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium (NTG)an, die einen Schwerpunkt in MINT-Fächern vorsieht. Um den Schülerinnen und Schülern, als auch den Lehrkräften, im MINT-Bereich ein größeres Spektrum an Angeboten bieten zu können hat sich das Gymnasium 2013 dem Verein mathematisch - naturwissenschaftliche Excellence - Center an Schulen (MINT - EC) angeschlossen.

Im November 2015 wurde uns der Status der Vollmitgliedschaft zugesprochen. Das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium wurde als „Leuchtturm der Region“ bezeichnet und die Bewerbung hat die Jury „vollends überzeugt“.


Wir freuen uns, dass unsere Angebote und die Arbeit in den MINT-Fächern geschätzt werden, so dass wir im MINT-EC-Netzwerk aktiv teilnehmen dürfen. Das bringt viele Vorteile für Schüler/innen und Lehrkräften mit sich.



Erste Früchte dieser Mitgliedschaft und viele (traditionelle) Aktivitäten können in den folgenden Berichten nachgelesen werden:






Ahoi auf der MS Wissenschaft


Vom 24. bis 27. September hat die MS-Wissenschaft in Lohr Station gemacht. An Bord hatte das ehemalige Binnenschiff eine interaktive Ausstellung zum Thema „Künstliche Intelligenz (KI)“

Das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium besuchte mit allen Klassen die Ausstellung.
Intelligente, lernfähige Maschinen, die sinnvolle Auswertung riesiger Datenmengen und die wechselseitigen Beziehungen zwischen Maschine und Mensch waren nur einige Themen der Ausstellung. Risiken und Chancen der KI in Berufs- und Alltagswelt wurden aufgezeigt und stießen bei vielen Schülerinnen und Schülern auf positive Reaktionen, aber auch auf kritische Stimmen.
Der Bayerische Rundfunk Würzburg nahm die Gelegenheit wahr und interviewte einige unserer Schülerinnen und Schüler.

Hier ein Link, der zum Interview mit Reporterin Christiane Scherm führt:
https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/kuenstliche-intelligenz-als-thema-auf-der-ms-wissenschaft,RdHpcl4

 

 

1. Klimatag am Gymnasium Lohr


1.    Klimatag am Gymnasium Lohr

Mittwoch, 24. Juli 2019, 14 Uhr: 36,4 °C im Schatten

Ist das schon der Klimawandel oder ist das (schon wieder) nur Extremwetter? Und am nächsten Tag soll es noch heißer werden!

Mit dem Thema Klimawandel beschäftigte sich die achte Jahrgangsstufe des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums an diesem sehr warmen Tag. Im ersten Teil der Fachschaft Physik sollten mögliche Ursachen theoretisch und in Experimenten erfahren werden – v.a. durch eine Steigerung der CO2-Konzentration in der Luft.

Neben Recherchen im Internet u.a. beim Deutschen Wetterdienst (dwd) und einem Vergleich der Wetterdaten der letzten Jahre konnten die Schülerinnen und Schüler anhand ausgesuchter Experimente eines „Klimakoffers“ mögliche Einflüsse und Auswirkungen auf das Klima praktisch erproben.

Der „Klimakoffer“ ist eine Sammlung von Experimenten zum Thema Klimawandel. Entwickelt wurde er von Frau Dr. Cecilia Scorza und Herrn Prof. Harald Lesch an der Physik-Fakultät der LMU München. Beide besuchten das Gymnasium letzten Herbst im Rahmen des Regionalforums MINT100 (MINT-EC) und stellten dabei den „Klimakoffer“ vor.

Nun durften die Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe Experimente zu den Themen Gleichgewichtstemperatur und Albedo der Erdoberfläche, Erwärmung verschiedener Luftschichten, Absorption von Wärmestrahlung durch CO2, anthropogener Treibhauseffekt,

Klimapuffer Ozeane, Sonnenstrahlung und die Klimazonen der Erde und Anstieg des Meeresspiegels durchführen. Eine kurze Zusammenfassung vervollständigte das Bild, dass wir Menschen es selbst in der Hand haben. Große Sorge bereitete v.a. die Erkenntnis des Teufelskreislaufs zur Erderwärmung. Wenn mehr Eis von der Erdoberfläche schmilzt verliert die Erde viele weiße Flächen – sie wird „dunkler“ und kann weniger Strahlung zurückwerfen. Die Folge ist eine weitere Erwärmung der Erde mit weiterer Eisschmelze, usw.

Beindruckend war auch der eindeutig experimentell nachweisbare Einfluss einer höheren CO2-Konzentration in der Atmosphäre und der unterschiedliche Einfluss einer Eisschmelze am Nord- bzw. Südpol auf den Anstieg des Meeresspiegels.

Die neuen bzw. aufgefrischten Erkenntnisse zum Klimawandel beeindruckten die Schülerinnen und Schüler sehr. Die Hoffnung bleibt, dass der menschgemachte Klimawandel noch abwendbar oder eindämmbar ist und der „point of no return“ vermieden werden kann.

 

Schulstreiks für das Klima bzw. „Fridays for future“ polarisieren und fast jeder hat eine eigene Meinung zu ihnen. Um den Schülerinnen und Schülern der achten Jahrgangsstufe diese Materie näherzubringen und ihnen zu ermöglichen, auf Augenhöhe auch mit Erwachsenen zu diskutieren, fand ein zweites Modul der Fachschaft Geographie zum Thema „Klimawandel“ statt.

Dabei erfuhren die Jugendlichen den wichtigen Unterschied zwischen dem natürlichen Treibhauseffekt („Klimaschwankungen gab es schon immer!“)  und dem anthropogenen, also dem vom Menschen verursachten Klimawandel, welcher an die weltweite Bevölkerungsexplosion, die Industrialisierung und der damit verbundenen Zunahme von Treibhausgasen wie Kohlendioxid, Methan, Lachgas und Fluorverbindungen in der Atmosphäre seit dem ausgehenden 18.Jahrhundert gekoppelt ist.

Neben den Ursachen wurden zudem die befürchteten und bereits spürbaren Auswirkungen des Klimawandels thematisiert, die nicht nur in fernen Entwicklungsländern, sondern ebenso in unserer Heimat spürbar sind. Exemplarisch seien neben Extremwetterereignissen (Hitze, Trockenheit, Stürme etc.) wachsende gesundheitliche Risiken durch Herzkreislauf-, Infektions- und Hautkrebserkrankungen genannt.

Als nächsten Schritt errechneten die Schülerinnen und Schüler ihren eigenen CO2-Fußabdruck, der bei jedem Teilnehmer deutlich über einem nachhaltigen Wert lag, und reflektierten im Anschluss die Lebensgewohnheiten in Industrieländern wie Deutschland, die hauptverantwortlich für den anthropogenen Treibhauseffekt sind.

Zuletzt wurden mögliche Maßnahmen für eine Reduktion des ökologischen Fußabdrucks diskutiert, sowohl auf persönlicher als auch auf überregionaler Ebene. Dabei wurde schnell klar, dass die Jugendlichen ihr eigenes Verhalten sehr kritisch hinterfragen und zukünftige Entscheidungen bewusster fällen werden können.

Mit den Worten von Greta Thunberg: „Ich habe gelernt, dass man nie zu klein dafür ist, einen Unterschied zu machen.“

 

Markus Ruf und Thomas Keßelring, Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium

 

 

 

 

Schülerprojekttage der Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Würzburg


Die Schülerprojekttage sind ein Angebot der Universität Würzburg, das sich an mathematisch begabte und interessierte Schüler der gymnasialen 10. und 11. Klasse richten, und fanden dieses Jahr vom 22. bis zum 25. Juli statt. Los ging es am Montag um 9:00 Uhr, wo zunächst alle Teilnehmer ihre Zimmer im Schönstattzentrum zugeteilt bekamen. Danach wurden alle im Pabel-Hörsaal begrüßt

und die Themen der einzelnen Gruppen von den jeweiligen Gruppenleitern vorgestellt, und daraufhin jedem seine Projektgruppe für die nächsten vier Tage genannt. Es wurden die verschiedensten Themen angeboten, von reinmathematischer Zahlentheorie über 3D Druck bis zur anwendungsbezogenen Fußballspielplanung.

Außerdem gab es eine kurze Vorstellungsrunde, bei der einige Schüler teils bis auf die Nieren ausgefragt wurden. Nach der Mittagspause ging es direkt mit der Arbeit los, wobei die meisten zunächst einmal nützliche mathematische Methoden kennengelernt haben, die sie für ihr Projekt brauchten. Der Tag schloss nach dem

Abendessen mit einem einstündigen Vortrag von Dr. Richard Greiner über die „Wurstvermutung und Wurstkatastrophe“, was letztendlich nur ein Problem beschreibt, bei dem nach der optimalen Verpackung für eine beliebige Anzahl Kugeln gesucht wird.

Am Dienstag und Mittwoch wurde tagsüber eigentlich nur in den Gruppen gearbeitet, jede in ihrem eigens zugewiesenen Raum in einem der beiden Mathematikgebäude auf dem Campus Hubland-Nord, nur die Abendgestaltung unterschied sich. Während am Dienstag vor dem Abendessen noch ein kurzer Informationsvortrag zum Mathematik- und zum Informatikstudium stattfand und der restliche Abend frei war und somit zum Besuch der Innenstadt oder zu Gruppenspielen im Schönstattzentrum genutzt wurde, bereiteten die einzelnen Gruppen am Mittwoch Abend die Präsentationen für den folgenden Tag vor.

Schließlich folgte am Donnerstag die große Abschlusspräsentation um 14:00 Uhr im Zuse-Hörsaal, zu der auch Familie, Freunde oder Lehrer der Teilnehmer eingeladen waren. Die Gruppen präsentierten nacheinander ihre Arbeit und ihre Ergebnisse, die Gruppenleiter, die dies übrigens alle freiwillig übernahmen, erhielten eine kleine

Aufmerksamkeit für ihre Mühen, und am Ende jeder Gruppenvorstellung bekam jeder Teilnehmer eine Urkunde. Auch bei den Firmen, welche die Veranstaltung finanziell unterstützten, wurde sich bedankt, und die gesamte Veranstaltung war musikalisch

untermalt von der Musikgruppe, deren Teilnehmer etwas ihrer Freizeit opferten, um dafür zu proben.

Schlussendlich waren es ein paar gelungene Tage, die allen sehr viel Spaß bereiteten, und den ein oder anderen bei seiner Studienentscheidung vielleicht ein bisschen weitergebracht haben mögen, und zusätzlich hat man viele nette Schüler kennengelernt, die das Interesse an Mathematik teilen.

 

Liesa Dauven & Ruben Rauch

 

 

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