Was bedeutet MINT?


Seit einigen Jahren werden die Fächer Mathematik, Informatik, die Naturwissenschaften (Biologie, Chemie und Physik) und Technik-Wahlkurse unter dem Begriff MINT zusammengefasst.

Das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium bietet hierzu die Ausbildungsrichtung Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium (NTG)an, die einen Schwerpunkt in MINT-Fächern vorsieht. Um den Schülerinnen und Schülern, als auch den Lehrkräften, im MINT-Bereich ein größeres Spektrum an Angeboten bieten zu können hat sich das Gymnasium 2013 dem Verein mathematisch - naturwissenschaftliche Excellence - Center an Schulen (MINT - EC) angeschlossen.

Im November 2015 wurde uns der Status der Vollmitgliedschaft zugesprochen. Das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium wurde als „Leuchtturm der Region“ bezeichnet und die Bewerbung hat die Jury „vollends überzeugt“.


Wir freuen uns, dass unsere Angebote und die Arbeit in den MINT-Fächern geschätzt werden, so dass wir im MINT-EC-Netzwerk aktiv teilnehmen dürfen. Das bringt viele Vorteile für Schüler/innen und Lehrkräften mit sich.



Erste Früchte dieser Mitgliedschaft und viele (traditionelle) Aktivitäten können in den folgenden Berichten nachgelesen werden:






MINT-EC: Virtueller Besuch beim deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)


Am Dienstag, den 18. Januar, besuchten 15 wissbegierige Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe der drei MINT-EC-Gymnasien des Landkreises Main-Spessart (B-N-Gym. Marktheidenfeld, F-L-v-E-Gym. Lohr, J-S-Gym. Karlstadt) am Nachmittag von 15.00 bis 17.00 Uhr das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) in Oberpfaffenhofen, aufgrund der momentanen Corona-Situation und der langen Anfahrt allerdings nur virtuell.

Die Referentin Laura Meixner präsentierte in ihrem Online-Vortrag einen Einblick in den Themenbereich Infrarot. Unterstützt wurde der Vortrag durch interessante Demonstrations-Experimente mit der Wärmebild-Kamera sowie motivierend gestalteten Quiz-Aufgaben, in denen die TeilnehmerInnen ihr erworbenes Wissen sofort überprüfen konnten. Ausgehend von den grundlegenden Aspekten zeigte die Referentin gegen Ende des Vortrages auf, wie mit Hilfe der Untersuchung dieses Strahlungsbereiches Belege für den Wandel des Klimas über die letzten Jahrzehnte geliefert werden können.

Des Weiteren sendete das DLR Bastelmaterial zum Bau eines Smartphone-Spektrometers zu. Mit diesem können die Schülerinnen und Schüler mithilfe der Kamera-Funktion des Smartphones verschiedene Lichtquellen untersuchen.
(Bausatz und Anleitung: https://www.ipp.mpg.de/handyspektrometer)

 



Bei den nächsten Treffen des Astronomiekurses der MINT-EC-Akademie wird dann der Bogen zur Infrarot-Astronomie und damit auch zum im Dezember des letzten Jahres ins All beförderten Weltraum-Teleskop James Web geschlagen.

Der Online-Vortrag endete mit einer Führung durch das deutsche Raumfahrt-Kontrollzentrum (GSOC), in welchem unter anderem die Teams auf der ISS unterstützt werden. Diese wird dort scherzhaft „die schnellste WG der Welt“ genannt, da sie die Erde mit einer Bahngeschwindigkeit von ungefähr 28 000 km/h umrundet.

Die Feedback-Runde zeigte, dass die Veranstaltung ein tolles Erlebnis für alle war. Ein virtueller Vortrag kann zwar eine echte Führung nicht ersetzen, stellt jedoch bei einer solch interessanten Ausgestaltung eine wirkliche Alternative dar.

Christian Schmidt (Leiter des MINT-EC-Kurses Astronomie)

 

 

Lohrer Gymnasiasten machen sich Gedanken zum Klimawandel


der Artikel befindet sich hier:
 

 

 

Klimawandel - Arbeiten mit dem Klimakoffer


Klimawandel - Arbeiten mit dem Klimakoffer 

„Ist das schon der Klimawandel, den wir hier sehen?“ Mit dieser Frage eines Videos über die Extremwetterereignisse und Hochwasserkatastrophen der letzten Wochen startete am Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium ein Projekt zum Thema Klimawandel der neunten und zehnten Jahrgangsstufen. Mit eindrücklichen Bildern und Expertenaussagen wurde den Schülerinnen und Schülern schnell klar, dass diese Wetterereignisse in ihrer Vehemenz zunehmen werden, wenn wir Menschen nichts gegen die Klimaveränderungen beitragen. Um den Wandel in ihren Ursachen und Folgen verstehen zu können, bot die Physik-Fachschaft den beiden Jahrgangsstufen acht „Aktivitäten“ aus dem „Klimakoffer“ der LMU München an. In den praktischen Aktivitäten/Stationen konnte man experimentell den Einfluss von CO2 in der Atmosphäre anhand von Temperaturerhöhungen messen und verstehen. Eine Steigerung des CO2-Gehalts bewirkt, dass immer weniger der von der Erde zurückgestrahlte Wärmestrahlung („heißer Boden“) die Erdatmosphäre verlassen kann und damit die Erde weiter aufheizt – Stichwort Treibhauseffekt bzw. anthropogener Klimawandel. In einer weiteren Aktivität erkannten die Schüler/innen zwei einfache physikalische Begründungen, dass mit der Erderwärmung ein Anstieg des Meeresspiegels einhergeht und dass die Meere glücklicherweise einen großen Energie-Puffer darstellen. Dies schließt den Teufelskreis ein, dass sich durch die schwindenden weißen Eisflächen (Albedo-Effekt) die Erde noch weiter aufheizt. Zusätzlich konnten Kippunkte des Klimas in Erfahrung gebracht werden, unter denen der Klimawandel nicht mehr umkehrbar ist.

In einer anschließenden Diskussion wurden Folgen des Klimawandels besprochen. Ein Hauptargument der ganzen Aktion galt dann den Möglichkeiten, wie der menschengemachte Klimawandel wenigstens eingedämmt werden kann. Den beiden größten CO2-Emmitenten Energiewirtschaft und Industrie kann wohl nur die Politik einen Riegel vorschieben. In den Sektoren Ernährung (z.B. weniger Fleisch essen) und Verkehr (z.B. Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Verzicht auf verbrennungsmotorbetriebene Fahrzeuge) kann aber jeder Einzelne sofort seinen Beitrag leisten, bei energetischen Gebäudesanierungen mittelfristig.

Der aktuelle CO2-Eintrag von ca. 10 Tonnen pro Kopf und Jahr muss für ein 2°C-Ziel etwa gedrittelt werden. Unter großem Staunen wurde den beiden Jahrgangsstufen klar, dass allein ein Transatlantikflug von Frankfurt nach New York und zurück pro Kopf schon allein etwa 3 Tonnen an CO2 freisetzt.

Mit dem Wissen, was jeder Einzelne beitragen kann und der Erkenntnis des „Gemeinsam sind wir stark“, dürfen die Schülerinnen und Schüler ihre wohlverdienten Ferien genießen.

Thomas Keßelring

Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium

Lohr a. Main

 

 

 

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